Boden ist keine Ware!

Bund und Länder sind aufgefordert, bäuerliche Landwirtschaft wirksamer vor Bodenspekulation zu schützen

In Zeiten niedriger Zinsen und viel freiem Kapital stellen landwirtschaftliche Böden eine sichere Anlagemöglichkeit dar. Der Verkehrswert der knappen Ressource steigt seit einiger Zeit kontinuierlich an. Bereits heute werden ein Drittel der gehandelten landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland nicht von Landwirten gekauft. Böden sind längst Gegenstand von Spekulation. Die einseitige Förderung großer Betriebe im Rahmen der flächengebundenen Förderung befördert auch das Interesse an Bodenbesitz.

Damit landwirtschaftliche Böden wirksamer vor Spekulation geschützt werden können, erfordert es politisches Handeln und eine Orientierung an einem agrarstrukturellen Leitbild, das eine große Konzentration von Besitz verhindert. Das Agrarbündnis und das Netzwerk Flächensicherung haben eine Diskussionspapier zur Bodenpolitik veröffentlicht und sehen dringenden Handlungsbedarf bei der Einführung von Kauf- und Pachtpreis bremsenden Maßnahmen, der Beschränkungen des Kaufrechts im Sinne einer Verhinderung zunehmender Konzentration von Grund und Boden sowie der Regelung von Anteilskäufen.
Bund und Länder sind aufgefordert, gemeinsame Regelungen zu finden, die in der Grundstücksverkehrsgesetzen der Länder Niederschlag finden.

Zum Diskussionspapier

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