Der kritische Agrarbericht 2015 ist da

tl_files/agrarwende/content/aktuelles/Kritischer Agrarbericht/mime-attachment.jpegBerlin, 15.1.2015 | Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche ist der Kritische Agrarbericht 2015 erschienen.

Schwerpunkt ist diesmal Bäuerliche Landwirtschaft in Abgrenzung zur Agroindustrie. Wer denkt, dabei ging's um Idyllen, um Träumerei von gestern, irrt.

Frieder Thomas, Geschäftsführer des AgrarBündnisses, stellte klar: „Bäuerliche Wirtschaftsstile haben sich weltweit bewährt und die Ernährungssicherung auch in Krisenzeiten garantiert. Eine Landwirtschaft, die hochwertige Lebensmittel erzeugt, schonend mit Natur und Ressourcen umgeht und die ökologischen Grenzen dieser Erde nicht überschreitet, kann nicht industriell, sondern muss bäuerlich organisiert sein. Bäuerliche Betriebe haben ein Interesse, die vorhandenen eigenen Arbeitskräfte sinnvoll einzusetzen statt Arbeit wegzurationalisieren. Der Wunsch, den Hof in der Familie weiterzugeben, ist ein Anreiz, langfristig zu denken und bewahrend mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen."

Doch heute weichen viele Bäuer_innen dem permanenten Wachstums- und Konkurrenzdruck. Doch diese Betriebe liegen im Trend, geniessen das Wohlwollen weiter Teile der Bevölkerung. Auch daher plädiert Thomas für eine Agrarpolitik, die diesen Druck verringert. 

Weitere Stellungnahmen zum Bericht bringt die Presseinformation vom Januar 2015.

Den Kritischen Agrarbericht bringt das aus 24 Verbänden bestehende Agrarbündnis jährlich heraus. In rund 50 Beiträgen beziehen Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis zu Themen wie Welthandelt und Ernährung, Ökologischer Landbau, Regionalentwicklung, Gentechnik u. v. m. Stellung. Dabei dokumentieren sie die aktuelle Debatte um die Landwirtschaft in Deutschland vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Agrarpolitik.

Zur Seite der Publikation geht es hier… 

 

Und noch etwas: Die Online-Versionen der Kritischen Agrarberichte der zurückliegenden Jahre bis zum Jahr 2002 finden Sie hier.

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