Massentierhaltung mit Filterpflicht?
Massentierhaltung mit Filterpflicht?

Niedersächsischer Erlass plant Filterpflicht für Tierfabriken

Das Land Niedersachsen sieht Filteranlagen für industriellen Schweinehaltungsanlagen vor. Im Hinblick auf die Keimbelastung der Anwohner sollen oberhalb der Tierplatz-Schwellenwerte des Bundes-Immissionsschutz-Gesetzes (2.000 Schweinemastplätze, 750 Sauen) solche Abluftreinigungsanlagen in neue und alte Ställe eingebaut werden. Bei großen Geflügelanlagen ab 40.000 Plätzen, für die es erst demnächst zertifizierte Filter geben werde, sollen zunächst Mindestabstände zur Wohnbebauung (500 / 1.000 Meter) vorgeschrieben werden. Die Genehmigungsbehörden sollen diese Auflagen in konkreten Fällen auch bei Tierplätzen von 1.500 Mastschweinen, 560 Sauen, 15.000 Legehennen, 15.000 Puten oder 30.000 Masthühnern einfordern können. Der Erlass trifft nicht mittelständische bäuerliche Tierhalter, da deren Tierzahlen geringer sind. Einige Landkreise verhängten ähnliche Auflagen für agrarindustrielle Neubauten, nachdem Bürgerinitiativen und Umweltverbände immer wieder dringlich auf die Umwelt- und Gesundheitsgefahren durch antibiotika-resistenten MRSA- und ESBL-Keime hingewiesen hatten.

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